Grafik Ampelprinzip aus Selbstverteidigungskurs am Bundessozialgericht Kassel

Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit

Selbstverteidigungskurs am Bundessozialgericht Kassel

Im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Bundessozialgericht in Kassel bot der Campus Kassel der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit am 10. Oktober 2023, vertreten Herrn PHK Patrick Wendt, einen dreistündigen Selbstverteidigungskurs mit dem Schwerpunkt Selbstbehauptung und Gefahrenbewusstsein an. Die Leitung des Campus Kassel konnte mit Herrn PHK Patrick Wendt einen hervorragenden Trainer entsenden. Herr PHK Wendt kommt vom Institut für Einsatztraining und hat mit seinem Fachwissen nicht nur als Einsatztrainer der Hessischen Polizei, sondern u.a. auch als jahrzehntelanger Kursleiter „Nicht-mit-mir!“, zertifizierter Mentaltrainer und lizensierter Trainer im Deutschen Ju-Jutsu Verband e.V. einen zielgerichteten Kurs für die interessierten Teilnehmer des Bundessozialgerichts angeboten.

Selbstbehauptung ist im Rahmen der Selbstverteidigung die elementare Grundlage, um zum einen Gefahrensituationen zu vermeiden oder - wenn es dazu kommt – Konfrontationen zu bewerkstelligen. Selbstbehauptung ist dabei die Fähigkeit, Grenzen in schwellenüberschreitenden Situationen zu erkennen, zu identifizieren und diese Situationen zu bewältigen. Durch das stetige Training in alltäglichen Situationen wird diese Fähigkeit geschult und kann so selbstständig weiter geübt und verbessert werden. Entschiedene Artikulationen, Schreien, selbstbewusstes Auftreten, Hilfe holen und andere Methoden stellen Elemente der Selbstbehauptung dar und bilden einen entscheidenden Aspekt des Schutzes vor Gewalt. Wenn Selbstbehauptungstechniken frühzeitig erkannt und eingesetzt werden, sind meist körperliche Abwehrtechniken nicht mehr notwendig. Daher ist Selbstbehauptung im Rahmen des Verhaltenstrainings für die Selbstverteidigung ein wesentlicher Bestandteil.

Im Rahmen des abgehaltenen Kurses zeigte PHK Wendt diverse Techniken, um das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen zu stärken und ließ die Teilnehmenden diese ausprobieren. Für das selbstsichere Auftreten mittels aufrechter Körperhaltung, geradem Blick und starker lauter Stimme vermittelte PHK Wendt eine Knie-  und eine Handballentechnik. Damit einhergehend wurde Distanzverhalten geschult, um Distanz zu einem Angreifenden wiederaufzubauen bzw. zu halten.

Modellhaft für den Ablauf einer Konfrontation stellte PHK Wendt das Ampelprinzip vor, welches anhand der Phasen Grün: Prävention und Gefahrenbewusstsein, Gelb: Selbstbehauptung und Rot: Verteidigung erläutert.

Grafik Ampelprinzip

Im abschließenden Verhaltenstraining ging es darum, dass sich die Teilnehmenden im Rahmen von Übungen zwischen Deeskalation, Intervention und/ oder Streitschlichtung entscheiden. Zudem wurden die Teilnehmenden sensibilisiert, auf welche Art und Weise man sich, aber auch anderen helfen kann. In diesen Übungen konnten eigene Handlungsalternativen erprobt und spezifisch erweitert werden. Insbesondere ging es hierbei darum, zu üben, frühzeitig Grenzen durch verbale und körperliche Handlungen zu setzen.

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