Collage aus zivilen Personen und Personen mit einer Jacke auf der Kriminalpolizei steht

Studiengang „Kriminalpolizei“ Vertiefungsrichtung „Cyberkriminalistik“

Lesedauer:3 Minuten

Bachelorstudium „Kriminalpolizei“ mit einer Vertiefungsrichtung „Cyberkriminalistik“

Die Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit bietet seit dem Sommersemester 2021 das Bachelor-
studium „Kriminalpolizei“ mit einer Vertiefungsrichtung „Cyberkriminalistik“ an.
Hierdurch soll den immer schneller wachsenden Herausforderungen durch Cyberkriminalität und den Herausforderungen im Umgang mit digitalen Spuren in allen polizeilichen Kontexten in angemessener Weise begegnet werden. Die neue Vertiefungsrichtung „Cyberkriminalistik“ ist ein Wahl-Schwerpunkt im Bachelorstudiengang „Kriminalpolizei“, d.h. Sie können zwischen den Vertiefungen „Allgemeine Kriminalistik“ und „Cyberkriminalistik“ wählen, wobei erstere dem früheren Bachelorstudiengang „Kriminalpolizei“ entspricht.

Ziel:
Ziel des Vertiefungsstudienganges Cyberkriminalistik ist es, Kriminalbeamtinnen und -beamte auszubilden, die neben den klassischen Kompetenzen während des Studiums zusätzliches Wissen aus dem Bereich der Computer-, Netzwerk- und Kommunikationstechnik sowie anderen Teildisziplinen der Informatik und Informationstechnik erwerben, welches Sie sowohl zum kompetenten Umgang mit digitalen Spuren - von deren Sicherstellung bis zur forensischen Auswertung - als auch zu moderner digitaler Ermittlungsarbeit im Zusammenhang mit dem Internet befähigen.

Nicht nur Cyberstalking oder Identitätsdiebstahl, Erpressungs-Trojaner oder organisierte Kriminalität sind Herausforderungen der stetig wachsenden Digitalisierung. Auch die Ermittlung, Sicherstellung und Auswertung digitaler Spuren erfordern besonderes Know-How.
Die aufgeführten Beispiele zeigen, dass der sichere Umgang in den Bereichen Computer-, Netzwerk- und Kommunikationstechnik in allen Deliktsbereichen unabdingbar geworden ist!
Eignen Sie sich diese Fertigkeiten im Rahmen des kriminalpolizeilichen Studiums mit dem Schwerpunkt „Cyberkriminalistik“ an und unterstützen Sie künftig in Ihrem Kommissariat die Kolleginnen und Kollegen im Kampf gegen IT basierte, deliktsspezifische Kriminalität.
Aufgrund der Verlagerung vieler Straftaten in den digitalen Raum können Sie nach Ihrem Studium in nahezu allen Bereichen der Kriminalpolizei (von der Tatortaufnahme, über die Ermittlungsarbeit bis zu Auswerte- und Analysetätigkeiten) eingesetzt werden.
Neben der Analyse neuer Tatbegehungsweisen und Cybercrime-Phänomenen sowie deren Bekämpfungsmöglichkeiten, nehmen folgende  übergeordnete Themen Raum ein:

  • Digitale Spuren
  • Digitale Ermittlungsarbeit
  • Informationsgewinnung aus polizeilichen und offenen Quellen
  • Digitale Werte und Güter (z.B. Kryptowährungen)
  • Cyberkriminalität im internationalen Kontext
  • Präventions- und Bekämpfungsmöglichkeiten

Ihr Studium schließen Sie mit dem Bachelor of Arts „Polizeivollzugsdienst-Kriminalpolizei“ mit der Vertiefungsrichtung „Cyberkriminalistik“ ab.
Anschließend sind Sie in allen Bereichen der Kriminalpolizei einsetzbar.

Vorteil:

  • Keine langjährige(n) Aus- und Fortbildung(en) nach dem Studium
  • Besondere fachliche Qualifizierung schon während des Studiums
  • Schnittstellenrolle in jedem kriminalpolizeilichen Bereich
  • Eine facettenreiche Ausbildung in Technik, Wissen-schaft und Cyberkriminalistik

Über die Einstellungsvoraussetzungen der Polizei Hessen informieren Sie sich bitte über folgenen Link:
https://karriere.polizei.hessen.de/voraussetzungen/
Dort finden Sie auch ausführliche Informationen zum Ablauf der Bewerbung.
Der Vertiefungsstudiengang „Cyberkriminalistik“ richtet sich im Besonderen an Kandidatinnen und Kandidaten, die neben dem grundlegenden Interesse für die Arbeit bei der Kriminalpolizei zusätzlich eine technische Affinität, vor al­lem im Bereich Informatik/Informationstechnik, mitbringen.
Seit Februar 2021 können Sie in Mühlheim am Main bei der Polizei Hessen zur Cyber-Spezialistin bzw. zum Cyber-Spezialisten ausgebildet werden.

Auslandspraktika im Fachbereich Polizei

Hospitation im Rahmen der berufspraktischen Studienzeiten (S 5.2.1/S und S 5.2.2/K) bei einer ausländischen Behörde/Dienststelle oder der eines anderen Bundeslandes

Studierende des Fachbereichs Polizei können im Rahmen der berufspraktischen Studienzeiten ein Praktikum im Ausland oder in einem anderen Bundesland absolvieren.

Diese Möglichkeit ist an verschiedene Voraussetzungen gebunden, insbesondere

  • Durchschnitt der Gesamtstudienleistung mind. 10 Punkte. Fachtheoretische-/ fachpraktische Studienleistungen dürfen dabei nicht unter 9 Punkten liegen
  • an das Votum der jeweiligen Campusleitung
  • an den Nachweis vertiefter allgemeiner sowie fachspezifischer Kenntnisse der entsprechenden Landessprache (mindestens Level B1)
  • das Vorliegen einer A1-Bescheinigung (notwendig für das Ausland)

Die Entscheidung über ein Praktikum im Ausland oder einem anderen Bundesland trifft der Fachbereichsleiter Polizei im Einvernehmen mit den Campusleitungen und der Ausbildungsleitung, nachdem sich die Bewerber*innen einem persönlichen Auswahlver-fahren bei den jeweiligen Campusleitungen gestellt haben. Ein Anspruch auf ein Praktikum im Ausland oder einem anderen Bundesland besteht nicht.

In der Vergangenheit wurden Praktika in verschiedenen Bundesländern sowie in folgenden Ländern absolviert (die Aufzählung ist nicht abschließend):

  • Großbritannien
  • Irland
  • Italien
  • Griechenland
  • Schweiz
  • Österreich
  • Frankreich
  • Spanien
  • Belgien
  • Polen
  • USA
  • Kanada

Bitte lesen Sie im Vorfeld sorgfältig die als Download bereitgestellten Richtlinien für ein Praktikum im Ausland/einem anderen Bundesland und die Informationen über eine evtl. notwendige A1-Bescheinigung. Die aktuellen Informationen für ein Praktikum im Ausland-/ einem anderen Bundesland werden jeweils mit den Informationen für das Fachpraktikum zu Beginn des S4 den Studierenden über die Lernplattform ILIAS zugänglich gemacht.

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