Am 29. April 2026 kamen 28 Studierende des Bachelorstudienganges „Media: Conception and Production“ der Hochschule RheinMainin Begleitung ihrer Professorinnen Claudia Aymar und Jessica Einspänner-Pflock zum Campus Wiesbaden der HöMS. Dies war der Beginn der Kooperation unter Studierenden zur Erarbeitung von sechs Kurzfilmen zum Thema Diversität. Es begrüßten Dr. Eliane Ettmüller vom Hochschuldidaktischen Dienst, die die Wichtigkeit des Mediums Film zur Wertevermittlung betonte und die HöMS kurz vorstellte. Prof. Aymar erklärte die Vorgehensweise. Es sollten Fünfminutenfilme entstehen des Genres Coming off Age, die jeweils zwei unterschiedliche Requisiten beinhalten mussten, die zu Beginn und zum Schluss des Filmes gezeigt werden und so eine Verbindung zum nächsten Film herstellen sollten. Waldemar Regner stellte die Koordinierungsstelle Vielfalt vor und berichtete aus seinen langjährigen Erfahrungen im Bereich der Förderung interkultureller Kompetenz in der Polizei. Prof. Dr. Jessica Einspänner-Pflock berichtete zum Projekt „Diversität in Film und Journalismus“, das sie gemeinsam mit Prof. Aymar an der Hochschule RheinMain verantwortet. Tobias Franz vom Zentrum für Fort- und Weiterbildung begeisterte mit einem Helm der Sondereinheiten, der mit Nachtsichtgerät eine komplett andere Sichtweise auf die Welt zulässt. Dr. Seubert hieß die Studierenden an der Hochschule willkommen und betonte die Wichtigkeit der Kooperation. Im Anschluss führten Leandro Posa und Dr. Ettmüller die Studierenden über den Campus, damit sie mögliche Drehorte für die Folgewoche erkunden konnten.
Am 5. Mai trafen sich die Studierenden um 18:00 Uhr am Campus Unter den Eichen der Hochschule RheinMain. Sechs Gruppen stellten ihre Filmvorhaben den Professorinnen vor. Die Requisiten wurden ausgewählt. Bis in den Abend hinein wurde geplant und diskutiert. Am Folgetag begannen früh morgens die Dreharbeiten am Campus der HöMS und an der Hochschule RheinMain. Gefilmt wurde in der Kantine beim Essen mit einer Schauspielerin hinter dem Spaghetti Teller, im Kraftraum mit Spiegeleffekt und im neuen Selbstverteidigungsraum mit Nebelmaschine beim Boxen.
Auf der Tartanbahn wurde mittels Elektroroller eine Schauspielerin beim Laufen gefilmt. Eine Vernehmung wurde in einem Unterrichtsraum im Gebäude 9a nachgestellt. Im Gebäude 19 wurde in einem der Gasträume eine komplette Wohnung eingerichtet. Bei Nacht und erneut künstlich erzeugtem Nebel wurde eine nicht optimal verlaufende Straßenkontrolle auf dem Campus gespielt und ein Basketballturnier ausgetragen. Zum Schluss wurde auch noch ein Student als Leiche in Kunstblut auf dem Boden des Gebäudes 9a fein säuberlich auf eine Plastikfolie gebettet. Die Dreharbeiten auf dem Campus der HöMS waren nicht nur für die Studierenden der Hochschule RheinMain ein unvergessliches Erlebnis, das bis in die frühen Morgenstunden des Folgetages dauerte, an dem anschließend bis um 18:00 Uhr in den Studios der Hochschule RheinMain die Filme geschnitten und bearbeitet wurden.
Die sechs Filme, die in dieser Kooperation entstanden sind, wurden am 19.05.2026 -am Tag der Diversität - an der Filmbühne Caligari in Wiesbaden gezeigt. Durch den Abend führte Lilly Jeppe, eine Studentin im 7. Semester der Hochschule RheinMain. Sie bat nacheinander Prof. Dr. Einspänner-Pflock, Prof. Aymar und Marie Kremski von der Hochschule RheinMain auf die Bühne, die die Wichtigkeit ihres Projekts zum Thema Diversität in Film und Journalismus veranschaulichten und die Arbeit während des 48h-Filmathons vorstellten. Es folgte Cornelia Rotter, die Leiterin des Hochschuldidaktischen Dienstes der HöMS, die erklärte, dass die Polizeiarbeit nicht nur äußerst vielfältig sei, sondern auch in einem Kontext ebenfalls großer gesellschaftlicher Diversität erfolge. Dr. Ettmüller sprach über die Genese der Kooperation mit den Professorinnen der Hochschule RheinMain inspiriert durch die World Design Capital (WDC). Georg Bertsch und Roland Lambrette vom WDC waren ebenfalls zugegen und betonten, dass Innovation nur in Kooperation zwischen unterschiedlichen Metiers entstehen könne. Nach den Filmvorführungen wurden je eine Person der filmschaffenden Gruppen und Leandro Posa, Student des Fachbereichs Polizei der HöMS, zu ihren Erfahrungen während der Arbeit im 48h-Filmathon interviewt. Dabei wurde die Wichtigkeit der Teamarbeit in dieser Situation mit wenig Schlaf und viel zu koordinierender Arbeit betont.
Die Filme können über diesen LinkÖffnet sich in einem neuen Fenster abgerufen werden: