Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit

Gießener Studierende in Griechenland

Im Rahmen eines studentischen Projekts reiste eine Studiengruppe des Studiengangs Public Administration der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) des Studienjahrgangs 2-2024 nach Athen. Ziel der Exkursion war es, ein tiefgehendes Verständnis für die historischen, politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen Griechenlands zu entwickeln und dieses Wissen durch den direkten Austausch vor Ort zu vertiefen. Zur fachlichen Vorbereitung haben die Studierenden im Vorfeld thematische Vorträge erarbeitet und diese innerhalb der Studiengruppe diskutiert.

Neben dem fachlichen Wissenserwerb im europäischen Kontext stand die Praxis im Vordergrund: Durch die eigenverantwortliche Konzeption, Organisation und Durchführung der Fahrt, stärkten die Studierenden gezielt ihre Projekt- und Organisationskompetenzen – Kernbausteine für das spätere Handeln in der modernen Verwaltung.

Unter Leitung von Angelika Eimer, Prof. Dr. Hubert Kleinert und Prof. Dr. Steffen Reichmann, wurde von Studierenden der HöMS, Fachbereich Verwaltung am Campus Gießen bereits zum fünften Mal das studentische Projekt „Eine europäische Metropole im Blickpunkt“ durchgeführt.

In einer demokratischen Abstimmung entschied sich die Gruppe für die Hauptstadt Griechenlands als Reiseziel. Nachdem ein Programm für den Besuch Athens erstellt und gebucht, das Land durch Hausarbeiten und hochschulöffentliche Präsentationen besser kennengelernt und den Studierenden der Studiengruppe 2-2024 vorgestellt wurde, folgte die Reise im Zeitraum vom 23. März 2026 bis zum 27. März 2026.

Personengruppe vor einem Gebäudeeingang.

Bereits am ersten gemeinsamen Abend durchmischten sich die Studiengruppen, wodurch sich die Möglichkeit ergab, die Kolleginnen und Kollegen besser kennenzulernen, sich auszutauschen und neue Freundschaften zu knüpfen.

Am nächsten Tag konnten mit einem HopOn-HopOf-Bus die Sehenswürdigkeiten und geschichtsträchtigen Orte Athens besichtigt werden. Die Fahrt führte die Gruppe vorbei am Syntagma Square, der laut Guide den Knotenpunkt der Straßen Athens bildet. Er ist außerdem politischer, gesellschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der Stadt.

Das griechische Parlamentsgebäude am Syntagma Square. Auf der Gebäudespitze weht die griechische Flagge.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Akropolis-Museums und die anschließende Erkundung der Akropolis vor Ort. Pünktlich zur Besichtigung der historischen Bauwerke riss der Himmel auf und die Sonne schien.

Gruppenbild der Reisegruppe auf dem Gelände der Akropolis vor den historischen Säulen.

Die Reisegruppe sah das Theater von Dionysos Eleuthereus, den Tempel vom Asklepios, das Theater des Herodes, den Tempel der Nieke und schließlich das Pantheon. Der berühmte Tempel wurde für die Göttin Athene erbaut und beeindruckte die Reisenden nachhaltig.

Das Pantheon vor blauem Himmel.

Während ihres Aufenthalts hatten die Studierenden zudem die Möglichkeit, den nationalen Unabhängigkeitstag Griechenlands mitzuerleben. Die Griechinnen und Griechen begingen ihn mit einer Militärparade oberhalb des Syntagma Squares.

Militärparade zum Nationalfeiertag (Unabhängigkeitstag Griechenlands) am 25. März 2026.

Am vorletzten Tag konnte sich die Gruppe, vermittelt über die deutsche Botschaft in Athen, eine Vortragsreihe im Goethe-Institut anhören. Nachdem der Leiter des Rechts- und Konsularreferats der Deutschen Botschaft in Athen, Hans-Günter Löffler, über die Arbeit des Auswärtigen Amtes und der Botschaft aufgeklärt hatte, thematisierte Dr. Dr. Valentin Schneider die deutsche Besatzung in Griechenland. Er erzählte, dass das Deutsche Reich im zweiten Weltkrieg großes Leid über Griechenland gebracht hatte – und seine Gruppe nun zu den deutschen Truppenbewegungen forsche, um diese Verbrechen aufzudecken. Seiner Meinung nach muss für einen gemeinsamen Blick in die Zukunft die Vergangenheit transparent aufgearbeitet werden. Bettina Wenzel berichtete anschließend über die Arbeit des Goethe-Instituts in Athen. Die Außenstelle in Athen war das erste Auslandsinstitut und feiert dieses Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Entgegen dem Namen ist die Einrichtung nicht etwa eine Art Hommage an Goethe, sondern widmet sich gemäß den Zielvereinbarungen mit dem Auswärtigen Amt in Deutschland der Förderung deutscher Sprache in Griechenland, dem internationalen kulturellen Austausch und der Vermittlung eines umfassenden Deutschlandbildes. Insgesamt, so sagte Bettina Wenzel, geht es dem Goethe-Institut um die Förderung des kulturellen Dialoges. Nach dem letzten Vortrag bekam die Gruppe noch eine Führung durch die Bibliothek.

Personengruppe sitzt in einem Saal.

Die Studierenden erfuhren auf diesen Wegen viel über die Historie Griechenlands, die Gegebenheiten und Bauwerke vor Ort, die deutsch-griechischen Hintergründe und Beziehungen und nicht zuletzt auch übereinander, was das Projekt zu einem gelungenen Abschluss führte.

Die Studienfahrt war also nicht nur eine schöne Reise. Sie brachte auch tiefergehende Erkenntnisse, Kompetenzgewinne und Gruppenzusammenhalt.

Eindrücke der Studierenden

„Durch das Projekt wurde das Bewusstsein dafür geschaffen, wie viele Aspekte für solch eine Reise zu organisieren sind und auch wie wichtig eine konkrete Planung vorab ist.“ (Anna Dörr)

„Die Studienfahrt hat echt Spaß gemacht und war insgesamt eine richtig schöne Zeit, auch wenn nicht alles ganz reibungslos lief. Ich fands toll, dass wir die Möglichkeit hatten, als Gruppe zusammenzuwachsen. Es sind viele lustige und besondere Momente entstanden.“ (Violetta Hannibauer)

„Die Studienfahrt war ein schönes und spannendes Erlebnis. Vor allem die tolle Gemeinschaft hat die Zeit besonders gemacht. Neben der spannenden Geschichte haben mich vor allem die lebendigen Viertel rund um die Akropolis mit den vielen kleinen Läden begeistert.“ (Luisa Plaum)

„Grundsätzlich fand ich die Studienfahrt sehr gut und hatte viel Spaß. Die Organisation war mit Blick auf die Gruppengröße gut. Kleine Kritik wäre, dass man vielleicht das Hotel im Vorfeld etwas besser unter die Lupe hätte nehmen können. Das gemeinsame Abendessen fand ich super und das hätte man meiner Meinung nach gerne auch wiederholen können. Über Projektmanagement habe ich gelernt, dass gute Kommunikation der Schlüssel ist. Dass man die Kommilitonen aus der anderen Studiengruppe etwas besser kennenlernen konnte, hat mir auch gefallen und ich würde auch sagen, dass es einen guten Gruppenzusammenhalt gab. Die Studienfahrt sollte auf jeden Fall von zukünftigen Jahrgängen wiederholt werden.“ (Moritz Dahmer)

„Die Studienfahrt war interessant, ich habe noch nie so viel Kontrast innerhalb einer Stadt gesehen. Struktur und klare Kommunikation sind im Projektmanagement das Wichtigste, und auch das Nutzen der Gruppengröße kann weiterhelfen. Ich habe viel mit Leuten gesprochen, mit denen man vorher wenig zu tun hatte, und ich habe mich auch mit der anderen Studiengruppe vernetzt.“ (Anakin Petermann)

„Es war schön, die unterschiedlichen historischen Orte in Athen zu besuchen und auch unsere Studienkollegen besser kennenzulernen.“ (Sabrina Klotz)

„Die Studienfahrt hat uns viele neue Einblicke von Athen gezeigt, die wir so noch gar nicht kannten. Die Organisation und das Projektmanagement haben uns das ein oder andere Mal bestimmt an unsere Grenzen gebracht, aber im Großen und Ganzen hat alles funktioniert. Die Studienfahrt stärkte den Gruppenzusammenhalt und es ist für die nächsten Jahrgänge definitiv zu empfehlen.“ (Kristina Brazke)

„Die Studienfahrt nach Athen hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders beeindruckend war für mich die historische Anlage rund um die Akropolis. Es war außerdem schön zu sehen, wie die beiden Studiengruppen im Laufe der Fahrt zusammengewachsen sind. Im Rahmen des Moduls „Projektmanagement“ fand ich es auch sehr spannend zu erleben, wie sich ein Projekt entwickelt, wie wichtig Kommunikation im Planungsteam ist und wie man mit unerwarteten Herausforderungen umgeht.“ (Laura Paul)

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